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W2-Professur "Data Analytics und audiovisuelle Medien"

Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF ist ein lebendiger Ort der Kunst, der Forschung und der Lehre. Renommierte Fachleute aus Filmpraxis und Wissenschaft betreuen die Studierenden intensiv und individuell. An der einzigen deutschen Filmuniversität wird innovative Forschung mit, im und zu Film und anderen audiovisuellen Medien vorangetrieben. Die Hochschule ist ein weltoffener und diskriminierungsfreier Raum für kulturelle und gesellschaftliche Auseinandersetzung.


Im Rahmen des Bund-Länder-Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist an der Filmuniversität zum 01. Oktober 2022 eine wissenschaftlich-künstlerische W2-Professur für das Fachgebiet „Data Analytics und audiovisuelle Medien“ zu besetzen (zunächst auf 5 Jahre befristet, mit Tenure Track).

Zeitliche Begrenzung:

Die Professur wird gefördert durch das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Tenure-Track-Programm). Die Professur wird entsprechend §43 Brandenburgisches Hochschulgesetz (BbgHG) zunächst auf 5 Jahre befristet; im Anschluss an eine positive Tenure-Evaluation erfolgt die Übernahme auf eine W2-Lebenszeitprofessur. Näheres ist der Tenure-Track-Satzung der Filmuniversität zu entnehmen.

Wissenschaftlich-künstlerisch ausgewiesene Personen in einer frühen Karrierephase sind im Besonderen zur Bewerbung aufgefordert.

Aufgabengebiet:

Die Professur erforscht und entwickelt kreative Anwendungen der Datenanalyse oder Datenwissenschaft bei der Gestaltung, Produktion, Distribution oder Analyse audiovisueller Medien. Dazu gehören etwa Methoden aus den Bereichen Visual Data Analytics, Cultural Analytics, Big Data Technologies, KI, Machine Learning oder Netzwerkalgorithmen. Die Professur untersucht den Wandel der Medien unter dem Einfluss solcher Verfahren und deren Auswirkungen auf künstlerische und mediale Praktiken oder gesellschaftliche Diskurse. Als Bindeglied zwischen Wissenschaft und künstlerischer Praxis soll die Professur dazu beitragen, die Transformation audiovisueller Medien zu reflektieren, ihre künstlerische Entwicklung mitzugestalten und die Filmuniversität in diesem Bereich international zu profilieren. Bewerber*innen sollen sich durch einschlägige, anerkannte Arbeiten in angewandter / praxisbasierter Forschung oder forschungsbasierter Praxis ausweisen. Sie sollen in der Lage sein, das Fachgebiet weiterzuentwickeln und wegweisende Kooperationen zu initiieren.

Zu den Aufgaben der Professur gehören:

  • Wissenschaftliche und/oder künstlerische Forschung zur Anwendung von Verfahren der Datenanalyse / Datenwissenschaft im Bereich audiovisueller Medien (siehe die nachfolgend bei den Einstellungsvoraussetzungen exemplarisch genannten Arbeitsfelder)
  • Lehre (in Deutsch und Englisch) in mehreren künstlerischen und/oder wissenschaftlichen Bachelor- oder Master-Programmen der Universität, etwa in den Studiengängen Creative Technologies, Digitale Medienkultur, Film- und Fernsehproduktion oder in weiteren Fächern
  • Studiengangsübergreifende Lehrangebote zur Vermittlung von Grundlagen der Data Literacy oder Digital Literacy für das Feld audiovisueller Medien
  • Mitarbeit in Kontexten künstlerisch-experimenteller Forschung, etwa im Rahmen des Instituts für künstlerische Forschung (IKF)
  • Mitwirkung bei der Betreuung wissenschaftlich-künstlerisch Promovierender
  • Eigenständige Drittmittelaktivitäten
  • Ausbau der Vernetzung der Filmuniversität mit Einrichtungen der Medienkunst, der Medienpraxis oder der Wissenschaft

Die Bereitschaft zur Mitarbeit an fächerübergreifenden Forschungsvorhaben und Projekten sowie in den Selbstverwaltungsorganen der Filmuniversität wird vorausgesetzt.

Einstellungsvoraussetzungen:

Die gesetzlichen Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 41 Absatz 1 Nummer 1 bis 4a wie folgt:
  • Abgeschlossenes Hochschulstudium
  • Pädagogische  und didaktische Eignung, nachzuweisen durch Lehrerfahrung (auf Deutsch oder Englisch)
  • Besondere Befähigung zu wissenschaftlicher oder wissenschaftlich-künstlerischer Arbeit, nachgewiesen durch eine einschlägige, qualifizierte wissenschaftliche, wissenschaftlich-künstlerische oder künstlerische Promotion (einschließlich Dr.-Ing. oder Artistic PhD)
  • zusätzliche international anerkannte künstlerische und/oder wissenschaftliche Leistungen, nachzuweisen durch veröffentlichte Werke, Publikationen, Erfindungen oder Arbeitsbelege
  • Bewerber*innen müssen nach der Promotion die Hochschule gewechselt haben oder mindestens zwei Jahre außerhalb der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF wissenschaftlich oder wissenschaftlich-künstlerisch tätig gewesen sein.
Darüber hinaus wird erwartet:
  • Beherrschung einschlägiger Methoden, Programmiersprachen und Software der Datenanalyse / Datenwissenschaft
  • Erfahrung in wissenschaftlich-künstlerischer Forschung zu bzw. künstlerischer oder medienpraktischer Arbeit mit datenwissenschaftlichen oder -analytischen Verfahren, nachzuweisen durch Veröffentlichung von einschlägigen Arbeiten oder Werken
  • Nachweisliche wissenschaftliche und/oder medienpraktische Erfahrung und anerkannte Leistungen in mindestens einem der folgenden Arbeitsfelder oder angrenzender Gebiete:

          - Anwendung von Datenanalyse / Datenwissenschaft bei der Entwicklung und Gestaltung von audiovisuellen oder anderen Medienformen (z.B. non-lineare, immersive, crossmediale oder vernetzte Formen)

          - Anwendung von Datenanalyse / Datenwissenschaft bei der Produktion audiovisueller oder anderer Medien (z.B. KI-Anwendungen im Bereich der Konzeptualisierung, Vorproduktion, Postproduktion; Virtual Production)

          - Anwendung von Datenanalyse / Datenwissenschaft bei der Distribution audiovisueller oder anderer Medien (z.B. Verbreitung über Plattformen oder Netzwerke, Audience Building, Empfehlungsalgorithmen etc.)

          - Anwendung von Datenanalyse / Datenwissenschaft bei der Analyse rechtlicher, ökonomischer und technologischer Entwicklungen audiovisueller oder anderer Medien und ihrer gesellschaftlichen und ethischen Herausforderungen (z.B. mittels Analyse großer Filmdatensätze, Datenvisualisierung, kritischer Datenanalyse, Cultural Analytics)

          • Gute Englischkenntnisse in Schrift und Sprache sowie die Bereitschaft, Lehrveranstaltungen auch in Englisch durchzuführen

          Wünschenswert sind:

          • Kenntnisse im Programmieren
          • Erfahrung in der Einwerbung und Durchführung von Drittmittelprojekten
          • Erfahrungen in der Verwaltungs- und Gremienarbeit
          • Erfahrung in der Arbeit im Team
          • Erfahrung in der Kooperation mit Medienunternehmen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Kunst- und Kulturinstitutionen
          • Netzwerk internationaler Kooperationen und Kontakte

          Lehrverpflichtung:

          Die Lehre umfasst 12 SWS gemäß Lehrverpflichtungsverordnung des Landes Brandenburg.

          Sonstige Hinweise:

          Die Filmuniversität schätzt die Vielfalt ihrer Mitglieder und verfolgt die Ziele der Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität. Im Sinne des § 7 Absatz 4 BbgHG werden bei gleicher Eignung Frauen sowie schwerbehinderte Menschen bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen aus dem Ausland, von Personen mit Migrationshintergrund und Bewerber*innen mit familiären Betreuungsaufgaben sind ausdrücklich erwünscht.

          Die Filmuniversität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und fordert daher qualifizierte Bewerberinnen nachdrücklich auf, sich zu bewerben.

          Bewerbungsunterlagen:

          Die Filmuniversität bittet die Bewerber*innen um ein schriftliches Forschungs- und Lehrkonzept
          (max. 8 Seiten)
          . Zu dem bitten wir die Bewerber*innen, ihre Vorstellungen darüber zu formulieren, wie Gleichstellung und Diversität in Lehre und Forschung integriert und im universitären Leben unterstützt werden können. Hierbei soll auch dargestellt werden, wie latenten und expliziten Formen von Diskriminierung begegnet werden kann. Diese Aspekte finden Eingang in die Auswahlentscheidung.

          Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen:
          • Motivationsschreiben
          • Darstellung des wissenschaftlichen bzw. künstlerischen und pädagogischen Werdegangs
          • Lebenslauf
          • Zeugnisse
          • Forschungs- und Lehrkonzept, einschließlich Skizze geplanter Forschungs- und Lehrformate sowie Ideen zur Zusammenarbeit innerhalb der Filmuniversität und mit externen Forschungsinstitutionen (max. 8 Seiten)
          • Tätigkeitsnachweise
          • Arbeitsbeispiele - durch einen entsprechenden Link auf einer Streamingplattform
          • Publikations-, Werk- und Lehrverzeichnis

          richten Sie bitte bis zum 03.10.2021 ausschließlich an unser Online-Bewerbungsportal


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