W2-Professur "Emerging Media Production"

Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF ist ein lebendiger Ort der Kunst, der Forschung und der Lehre. Renommierte Fachleute aus Filmpraxis und Wissenschaft betreuen die Studierenden intensiv und individuell. An der einzigen deutschen Filmuniversität wird innovative Forschung mit, im und zu Film und anderen audiovisuellen Medien vorangetrieben. Die Hochschule ist ein weltoffener und diskriminierungsfreier Raum für kulturelle und gesellschaftliche Auseinandersetzung.


An der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF ist zum 1. September 2021 eine wissenschaftlich-künstlerische Professur der Besoldungsgruppe W2 für das Fachgebiet „Emerging Media Production“ zu besetzen.

Zeitliche Begrenzung:

Die Professur wird entsprechend § 43 Brandenburgisches Hochschulgesetz (BbgHG) unbefristet besetzt. Im Falle einer Erstberufung erfolgt die Besetzung befristet für fünf Jahre und wird nach positiver Evaluation entfristet.

Aufgabengebiet:

Die Professur „Emerging Media Production“ ist für die Betreuung des Fachgebietes Film- und Fernsehproduktion in Lehre, Forschung und Praxis mit der erweiterten Orientierung auf Online- und Emerging Media Produktionen zuständig. Vermittelt werden zunächst u.a. die Grundvoraussetzungen der dramaturgischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Aufgabenstellungen während der verschiedenen Phasen der Herstellung und Auswertung immersiver und interaktiver Medien, wie Virtual Reality und Augmented Reality, Online und mobile Formate etc.. Weitere Aufgabenfelder im Rahmen der Professur „Emerging Media Production“ umfassen die Erforschung und experimentelle Anwendung neuer Produktionstechniken für Bewegtbild, wie Arbeiten im volumetrischen Studio und Virtual Production.

Vertieft wird das Grundwissen durch Ausbildungsschwerpunkte innerhalb interdisziplinärer studentischer Übungen, wie

  • Erkennen von Zusammenhängen der strategischen und operativen Planung bei der Herstellung audiovisueller Werke aus dem Bereich der Emerging Media.
  • Durchführung und Kontrolle mit Organisationstechniken während der verschiedenen Phasen der Herstellung und Verwertung dieser Werke.
  • Kennenlernen und Entwicklung unterschiedlicher Formate im fiktionalen und non-fiktionalen Bereich, vor allem im Bereich von Online-Formaten und Emerging Media und deren Verbreitung über Onlineplattformen, Applications und soziale Netzwerke.
  • die Beschäftigung mit Geschäftsmodellen und den Vertriebsformen von Online-Formaten und Emerging Media.

Die Fortführung und Vertiefung des Fachgebietes werden anhand von Seminaren und Vorlesungen durchgeführt. In diesen werden in Anwendung kommunikativer Strategien Führungstechniken, Konfliktmanagement und Verhandlungsführungen bei Projektpräsentationen gefördert. Ein hoher Stellenwert wird der Realisierung künstlerischer oder wissenschaftlich-künstlerischer Forschungsvorhaben beigemessen.

Schwerpunkte des Unterrichts sind die Erforschung, Entwicklung und Produktion kreativer Inhalte für verschiedene technische und inhaltliche Plattformen aus dem Bereich der Online- und Emerging Media Präsentation und Verwertung.

Die theoretischen Kenntnisse werden in praxisorientierten Lehrveranstaltungen umgesetzt und vertieft. Interdisziplinarität zwischen den einzelnen Studiengängen ist sowohl bei den praktischen Übungen als auch bei den inhaltlichen Vertiefungen in der Theorie unabdingbar. Ziel ist, dass die Studierenden in Eigenverantwortung und unter Betreuung die theoretischen und praktischen Erkenntnisse für ihren späteren Beruf anwenden können.

Die Aufgaben der Professur „Emerging Media Production“ werden deshalb im Besonderen umfassen:

  • Ausbau des bestehenden Curriculums zur „Emerging Media Production“ im Rahmen der Studienordnung der BA- und MA-Studiengänge Film- und Fernsehproduktion.
  • Ausbau des interdisziplinären Lehrkonzeptes „Emerging Media“ in Zusammenarbeit mit anderen Studiengängen der Filmuniversität (hier vor allem: Drehbuch/Dramaturgie, Animation, Regie, Creative Technologies, Sound und Schauspiel).
  • Forschung in breiter Vernetzung mit internen und externen Partner*innen im Bereich „Emerging Media“ und dem Bereich neuer Produktionstechniken.
  • Betreuung filmischer und medialer Experimente und deren spätere Verwertung.
  • Kontinuierliche Kontaktpflege zu und Zusammenarbeit mit Vertreter*innen der öffentlich-rechtlichen und privaten Medienwirtschaft, zu Kreativen und Technologieentwicklern im Bereich „Emerging Media“, zu Verbänden und Institutionen einschließlich Förderinstitutionen.

Besonderer Wert wird auf die aktive Förderung und Betreuung der künstlerischen Qualifizierungsprojekte der akademischen Mitarbeiter*innen gelegt.

Aktives Mitwirken an der akademischen Selbstverwaltung und Gremienarbeit sowie Mitarbeit am Reformprozess der Bachelor- und Master-Studienprogramme gehört ebenfalls zum Aufgabengebiet.

Einstellungsvoraussetzungen:

Die gesetzlichen Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 41 Absatz 1 Nummer 1 bis 4a BbgHG wie folgt:
  • Abgeschlossenes künstlerisches oder wissenschaftliches Hochschulstudium
  • pädagogische und didaktische Eignung, nachzuweisen durch entsprechende Lehrtätigkeit an einer künstlerischen Hochschule / Filmhochschule / Akademie
  • ggf. Promotion in Film- und Fernsehproduktion oder verwandten Fachgebieten – oder vergleichbare wissenschaftliche Leistungen
  • Darüber hinaus sind zusätzliche wissenschaftliche Leistungen nachzuweisen durch die Arbeit an Forschungsprojekten oder Publikationen

              Erwartet werden:

              • Erfahrungen im Bereich der Forschung und Lehre im Bereich „Emerging Media“ und neuer Produktionstechniken
              • Erfahrung und souveräner Umgang mit komplexen Kommunikationsprozessen in künstlerischen, sowie technischen Teams
              • Kommunikative, koordinierende und strukturierende Kompetenz sowie Leitungskompetenz
              • Gute Englischkenntnisse in Schrift und Sprache sowie die Bereitschaft Lehrveranstaltungen auch in Englisch durchzuführen. Es sollte auch Erfahrung im Bereich der Onlinelehre vorliegen
              • Erfahrungen im Gebiet der künstlerischen Nachwuchsförderung sowie im Gebiet der künstlerischen Forschung.
              • Gute Vernetzung in der Medienbranche, vor allem im Bereich „Emerging Media“ und die Bereitschaft zum Einbringen des eigenen beruflichen Netzwerkes
              • Ausgewiesenes Fachwissen in der Akquise von Drittmitteln

                Lehrverpflichtung:

                Die Lehre umfasst 12 SWS gemäß Lehrverpflichtungsverordnung des Landes Brandenburg und entsprechend der Studien- und Prüfungsordnungen des Studiengangs Produktion. Die Unterrichtssprache der Hochschule ist Deutsch, einzelne Veranstaltungen werden in Englisch angeboten.

                Sonstige Hinweise:

                Die Filmuniversität schätzt die Vielfalt ihrer Mitglieder und verfolgt die Ziele der Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität. Im Sinne des § 7 Absatz 4 BbgHG werden bei gleicher Eignung Frauen sowie schwerbehinderte Menschen bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen aus dem Ausland, von Personen mit Migrationshintergrund und Bewerber*innen mit familiären Betreuungsaufgaben sind ausdrücklich erwünscht.

                Die Filmuniversität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und fordert daher qualifizierte Bewerberinnen nachdrücklich auf, sich zu bewerben.

                Bewerbungsunterlagen:


                Die Filmuniversität bittet die Bewerber*innen um ein schriftliches Lehrkonzept. Zudem bitten wir die Bewerber*innen, ihre Vorstellungen darüber zu formulieren, wie Gleichstellung und Diversität in ihre Lehre und Forschung integriert und im universitären Leben unterstützt werden können. Hierbei soll auch dargestellt werden, wie latenten und expliziten Formen von Diskriminierung begegnet werden kann. Diese Aspekte finden Eingang in die Auswahlentscheidung.

                Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen:
                • Darstellung des künstlerischen und pädagogischen Werdegangs
                • Lebenslauf
                • Zeugnisse
                • Lehrkonzept
                • Tätigkeitsnachweise
                • Arbeitsbeispiele - durch einen entsprechenden Link auf einer Streamingplattform
                • Publikationsverzeichnis

                richten Sie bitte bis zum 02.04.2021 ausschließlich an unser Online-Bewerbungsportal

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