W2-Professur "Stoffentwicklung"

Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF ist ein lebendiger Ort der Kunst, der Forschung und der Lehre. Renommierte Fachleute aus Filmpraxis und Wissenschaft betreuen die Studierenden intensiv und individuell. An der einzigen deutschen Filmuniversität wird innovative Forschung mit, im und zu Film und anderen audiovisuellen Medien vorangetrieben. Die Hochschule ist ein weltoffener und diskriminierungsfreier Raum für kulturelle und gesellschaftliche Auseinandersetzung.


An der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF ist zum 01. Oktober 2021 im Fachgebiet „STOFFENTWICKLUNG“ eine künstlerische Professur der Besoldungsgruppe W2 (nach der Entscheidung der Hochschule entweder als volle Stelle oder als zwei halbe (jeweils 50%) W 2- Stellen) zu besetzen.

Zeitliche Begrenzung:

Die Professur wird entsprechend §43 Brandenburgisches Hochschulgesetz (BbgHG) zunächst für fünf Jahre befristet. Eine Entfristung und/oder Verlängerung ist bei Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen und Verankerung in der Entwicklungsplanung der Filmuniversität nach positiver Evaluation möglich.

Aufgabengebiet:

Die Professur „Stoffentwicklung“ vertritt in Lehre, künstlerischer Praxis und Forschung das Fachgebiet Stoffentwicklung mit dem Schwerpunkt, die interdisziplinäre Stoffentwicklung zu fördern, neue Formen kreativer Zusammenarbeit zu entwickeln und neue Erzählformate zu erforschen.

Ziel ist es, das kreative Potential aller am Stoffentwicklungsprozess Beteiligter besser zu nutzen und die Entwicklung von Stoffen mit der Erforschung ihrer Wirkung zu verbinden. Die Vertretung des auf die Entwicklung und Entfaltung der individuellen kreativen Fähigkeiten orientierten Fachgebiets verlangt eine Verbindung von Erfahrungen als Autor*in, bzw. Dramaturg*in in der Praxis unterschiedlichster Bewegtbildmedien mit besonders ausgeprägter pädagogischer Sensibilität.

Entsprechend dem Ausbildungsprofil der Filmuniversität bildet die interdisziplinäre Stoffentwicklung für die Filmprojekte der Studierenden einen Schwerpunkt der Ausbildung. Die drei Studiengänge Regie, Drehbuch und Produktion unterscheiden sich in Zugang und Methode der Stoffentwicklung. Es geht hier zunächst darum, eine gemeinsame Sprache zu finden und die Methoden der jeweils anderen kennen zu lernen. Dazu sollen Konzepte und Lehrveranstaltungen entwickelt und etabliert werden, die in gemeinsamen Formaten zu einer produktiven Zusammenarbeit der Studierenden der drei Studiengänge führen.

Die Professur Stoffentwicklung entwickelt Konzepte der interdisziplinären Stoffentwicklung in enger Abstimmung mit den betreuenden Professor*innen der drei Studiengänge und bietet Seminare und Einzelberatungen (Stoffentwicklung / Dramaturgie / Einschätzung der Projekte) an.

In einer Zeit globaler gesellschaftlicher Umbrüche liegt uns viel daran, Impulse unterschiedlichster Art von außen in die Filmuniversität hineinzutragen. In der Professor*in „Stoffentwicklung“ sehen wir hierfür eine wichtige Initiator*in innerhalb der Filmuniversität.

Besonderer Wert wird auf die aktive Förderung und Betreuung der künstlerischen Qualifizierungsprojekte der akademischen Mitarbeiter*innen gelegt.

Aktives Mitwirken an der akademischen Selbstverwaltung und Gremienarbeit sowie Mitarbeit am Reformprozess der Bachelor- und Master- Studienprogramme gehört ebenfalls zum Aufgabengebiet.

Einstellungsvoraussetzungen:

Die gesetzlichen Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 41 Absatz 1 Nummer 1 bis 4a BbgHG wie folgt:
  • Abgeschlossenes künstlerisches oder wissenschaftliches Hochschulstudium
  • pädagogische und didaktische Eignung, nachzuweisen durch entsprechende Lehrtätigkeit an einer künstlerischen Hochschule / Filmhochschule / Akademie
  • besondere Befähigung zu künstlerischer Arbeit, nachzuweisen durch umfassende künstlerische Praxis, entweder als Autor*in für Film oder Fernsehen, als Creative Producer oder als Dramaturg*in.
  • Darüber hinaus sind zusätzlich künstlerische Arbeiten nachzuweisen durch die Einreichung von mehreren herausragenden Arbeiten im Rahmen öffentlich ausgewerteter audiovisueller Werke
  • Beratungskompetenz zu künstlerischen Projekten im Bereich der audiovisuellen Stoff- und Projektentwicklung, nachzuweisen durch Lektorate, Rezensionen oder anderer Texte aus dem Bereich des Storyconsulting und / oder der Dramaturgie
  • Bereitschaft, sowohl auf einer vollen Stelle als auch nur auf einer 50%-Stelle tätig zu werden.

              Erwartet werden:

              • Erfahrung und souveräner Umgang mit komplexen Kommunikationsprozessen in künstlerischen Teams
              • kommunikative, koordinierende und strukturierende Kompetenz sowie Leitungskompetenz
              • gute Englischkenntnisse in Schrift und Sprache und die Bereitschaft, Lehrveranstaltungen in Englisch durchzuführen

              Darüber hinaus wären wünschenswert:

              • Erfahrungen in der künstlerischen Nachwuchsförderung
              • Erfahrungen auf dem Gebiet der künstlerischen Forschung

              Lehrverpflichtung:

              Die Lehre umfasst 18 SWS bei einer Vollzeitprofessur bzw. 9 SWS bei einer Teilzeitprofessur gemäß Lehrverpflichtungsverordnung des Landes Brandenburg und entsprechend der Studien- und Prüfungsordnungen der Studiengänge Drehbuch / Dramaturgie, Regie und Produktion, Fachgebiet Interdisziplinäre Stoffentwicklung. Die Unterrichtssprache der Hochschule ist Deutsch, einzelne Veranstaltungen werden in Englisch angeboten.

              Sonstige Hinweise:

              Die Filmuniversität schätzt die Vielfalt ihrer Mitglieder und verfolgt die Ziele der Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität. Im Sinne des § 7 Absatz 4 BbgHG werden bei gleicher Eignung Frauen sowie schwerbehinderte Menschen bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen aus dem Ausland, von Personen mit Migrationshintergrund und Bewerber*innen mit familiären Betreuungsaufgaben sind ausdrücklich erwünscht.

              Die Filmuniversität strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und fordert daher qualifizierte Bewerberinnen nachdrücklich auf, sich zu bewerben.
              Bitte weisen Sie auf eine Schwerbehinderung ggf. bereits in Ihrer Bewerbung hin.

              Bewerbungsunterlagen:


              Die Filmuniversität bittet die Bewerber*innen um ein schriftliches Lehrkonzept. Zudem bitten wir die Bewerber*innen, ihre Vorstellungen darüber zu formulieren, wie Gleichstellung und Diversität in ihre Lehre und Forschung integriert und im universitären Leben unterstützt werden können. Hierbei soll auch dargestellt werden, wie latenten und expliziten Formen von Diskriminierung begegnet werden kann. Diese Aspekte finden Eingang in die Auswahlentscheidung.

              Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen:
              • Darstellung des künstlerischen und pädagogischen Werdegangs
              • Lebenslauf
              • Zeugnisse
              • Lehrkonzept
              • Tätigkeitsnachweise
              • Arbeitsbeispiele - durch einen entsprechenden Link auf einer Streamingplattform
              • Publikationsverzeichnis

              richten Sie bitte bis zum 07.03.2021 ausschließlich an unser Online-Bewerbungsportal

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